Firefox Handys: Vergleich & Tipps

ZTE Open Firefox HandySeit fast zwei Jahren gibt es Firefox OS Handys offiziell im Handel. Als interessante Alternative für alle, die nicht (oder nicht nur) mit iPhone, Android oder Windows Phone mobil sein wollen.

In Deutschland sind Firefox Smartphones noch ganz klar eine Nische. Doch weltweit feiern die günstigen Einsteigermodelle viele Erfolge. So werden die Handys inzwischen offiziell in 15 Ländern angeboten.

Wir haben uns die in Deutschland verfügbaren Modelle näher angeschaut und hier zum schnellen Überblick verglichen.

Firefox Handys im Vergleich

Firefox-PhoneZTE Open CAlcatel Onetouch Fire E Geeksphone Revolution
OSFirefox OS 1.3 + Android 4.4Firefox OS 1.3Android 4.2.2 + Firefox OS
Display4 Zoll4,5 Zoll4,7 Zoll
Auflösung800 x 480 Pixel960 x 540 Pixel960 x 540 Pixel
Mobiles InternetUMTS, HSDPAUMTS, HSPA+UMTS, HSDPA
Prozessor1.2 GHz Dual-Core1.2 GHz Dual-Core1.6 GHz Dual-Core
RAM512 MB512 MB1 GB
ROM4 GB4 GB4 GB
Micro-SD SlotBis 32 GBBis 32 GBBis 32 GB
Kamera3,15 Megapixel5 Megapixel8 Megapixel
Akku1400 mAh1700 mA2000 mA
Gewicht125 g103 g?
Maße125 x 64,7 x 10,8 mm129,0 x 63,5 x 8,2 mm135 x 68 x 10 mm

Die neuen Firefox Handys

Hier ein Überblick über aktuelle Modelle – nach wie vor erscheinen viele davon nur im Ausland offiziell. Freie Händler importieren die Modelle jedoch häufig auch nach Deutschland. Dann sind sie z.B. im Amazon Marketplace erhältlich.

  • LG Fireweb – in Brasilien ist das 4,0″ Smartphone bereits auf dem Markt. Wie die bisher getesten Firefox Handys ist es ein Einsteiger-Smartphone mit überschaubarer Leistung: das 4-Zoll-Display löst mit geringen 480×320 Pixeln auf, der SingleCore Prozessor ist nur mit mageren 1 GHz getaktet. Immerhin: die Kamera bietet 5 Megapixel und alles Erforderliche ist dabei, also auch WLAN, GPS und ein microSD-Schacht (bis zu 4 GB). Damit spielt es etwa in der Liga des Alcatel One Touch Fire.
  • geeksphone Revolution – bei dem 4,7″ Modell kann man zwischen Firefox OS und Android wechseln. Die Leistung kommt dank DualCore Prozessor mit zügigen 1,6 GHz erstmals an die Mittelklasse von Android Smartphones heran. Die Auflösung von 960×540 Pixeln ist nicht High-End, kann aber ein gutes Bild anzeigen.
  • Alcatel OneTouch Fire C
  • Alcatel OneTouch Fire E: Der Nachfolger des Modells „Fire“ bringt nicht nur ein zusätzliches „E“ mit, sondern auch einen deutlich schnelleren Prozessor, die neue Firefox OS Version 1.3 und auch ein deutlich höheres Display. Mehr über das Alcatel OneTouch Fire E mit Test.
  • Alcatel OneTouch Fire S
  • ZTE Open C
  • ZTE Open II Fire E
  • Fire 7 Tablet

Diese neuen Geräte könnten also die bisherigen kleinen Erfolge der ersten Firefox Handys fortsetzen:

Firefox OS Vergleich: Von 0.x bis OS 1.3

Mozilla führt Firefox OS 1.3 ein

Mit Firefox OS 1.3 erhält das Betriebssystem einige Erweiterungen und neue Funktionen.Vor allem die Dual-SIM Möglichkeit, einfachere Mail-Organisation und mehr Möglichkeiten auf Sperr- und Homescreen gefallen. Auf der nett gemachten Übersichtsseite von Mozilla kann man sich das Betriebssystem Firefox OS in vielen Details und vor allem mit sehr vielen Screenshots ansehen: zur Website.

Musik steuern: Jetzt auch über den Lock-Screen von Firefox OS 1.3

Musik steuern: Jetzt auch über den Lock-Screen von Firefox OS 1.3

  • Neu ist – wie auch bei der ebenfalls im Mai eingeführten Windows Phone 8.1 Version – die Unterstützug eines zweiten SIM-Karten Slots. Damit sind also auch Dual-SIM Handys mit Firefox OS möglich.
  • Wer vor allem auf Mails Wert legt, wird sich zudem freuen, dass nun auch E-Mail-Benachrichtigungen und POP3-Accounts möglich sind.
  • In Sachen Entertainment hat sich zudem einiges getan: Musik lässt sich nun auch über den Sperrbildschirm steuern. Auf dem Startscreen lassen sich Apps jetzt außerdem automatisch in Kategorien gruppieren.

Firefox OS Version 1.1

Mozilla hat am 09.10. ein umfangreiches Firefox OS Update in Aussicht gestellt, das etliche Veränderungen mitbringen soll. Allerdings wird es keine komplett neue Version, sondern „nur“ ein Upgrade der aktuellen Version 1.0 zur dann neuen Version Firefox OS 1.1.

Mehr Details dazu gibt es auf dem Blog der Entwickler.

Neu in Firefox OS 1.1 – alle Angaben stammen von Mozilla und ließen sich noch nicht prüfen:

  • Anders als bisher lassen sich mit 1.1 auch MMS senden und empfangen
  • Bessere Integration der Suche in den Homescreen und Integration einer neuen Suchfunktion in die Musik App
  • Automatische Korrekturfunktion für die virtuelle Tastatur
  • Unterstützung für 14 Sprachen (welche, ist noch nicht genau benannt)
  • Kontakte lassen sich leichter organisieren
  • Telefonnummern oder E-Mail-Adressen mit einem langen Tipp zu Kontakten hinzufügen
  • Bei Eingabe einer Rufnummer werden automatisch passende Kontakte bzw. Rufnummern vorgeschlagen
  • Kontakte direkt aus Gmail und Hotmail importieren
  • Einfachere Handhabung von Dateien
  • Neue Download-Funktion im Firefox Browser für diverse Dateien (Bilder, Videos etc.)
  • Audio und Video E-Mail-Anhänge lassen sich in der Galerie abspeichern
  • Beim Verfassen einer E-Mail direkt Bilder aus der Galerie anhängen
  • E-Mails werden während des Schreibens automatisch gespeichert
  • Mehr bzw. einfachere Kalender-Funktionen
  • Apps laden schneller und scrollen flüssiger
  • Entwickler können Push-Benachrichtigungen einrichten

Von 1.0 in die (ehrgeizige) Zukunft: „Alle drei Monate ein Firefox OS Update“

Firefox OS Tab Browser

Firefox OS Tab Browser; Quelle: Mozilla

Mozilla hat das mobile Betriebssystem erstmals im Februar 2013 auf dem Mobile World Congress in Barcelona offiziell präsentiert. Mit Version 1.0 war der lange erwartete und von vielen interessiert verfolgte Start in eine neue mobile OS-Welt gelungen. Doch sowohl die Verkaufszahlen als auch die Entwicklung verliefen danach weitaus schleppender, als es sich Enthusiasten angesichts der Power des Firefox-Browsers vielleicht gewünscht hätten.

Mozilla hat zwar im Juli 2013 mit Blick auf die damals weiterhin aktuelle Version 1.0 in seinem Blog angekündigt, zukünftig alle drei Monate eine neue Firefox OS Version herausbringen zu wollen. Und die Pläne ließen sich auch in die Tat umsetzen – doch zwischen Code-Freigabe und Installation auf den Handys vergingen immer lange Monate.

Firefox OS – Mozilla präsentiert die erste offizielle Version.

Vor allem für Einsteiger in das Mozilla Betriebssystem immer wieder interessant: eine kurze Erläuterung der grundlegenden Funktionen.

Jay Sullivan von Mozilla erklärt detailliert die wesentlichen Eigenschaften des neuen Betriebssystem, das er anhand von drei Firefox Handys unterschiedlicher Hersteller (Alcatel, ZTE, geeksphone) in einer ausführlichen Demo präsentiert. Man sieht sehr schön die Bedienung „in Action“ mit gut abgefilmten Beispielhandlungen. Anwendungen, Fotos, Musik, Browser etc. werden angesteuert und kurz genutzt. Ebenfalls unverkennbar: Die relativ geringe Auflösung und verhältnismäßig langsame bzw. etwas verzögerte Reaktion, z.B. beim Scrollen – das ist sicherlich dem Ansatz geschuldet, möglichst günstige Handys anzubieten. So soll das erste Modell in Deutschland im Oktober – von Alcatel – bei congstar für knapp 100 € erhältlich sein.

Überschaubarer Inhalt des neuesten Firefox Clips – inzwischen nicht mehr bei YouTube verfügbar

Für einige Tage stand ein neuer Spot auf YouTube, der kurzfristig allerdings wieder entfernt worden ist. Wer den Clip nicht rechtzeitig gesehen hat, muss sich nicht ärgern: viel verpasst hat man nicht. Über Informationen zum OS, das auf jedem neuen Firefox Handy laufen wird, schweigt sich der Clip nämlich aus. Weder konkrete Funktionen noch etwa überhaupt ein erkennbarer Bildschirm-Shot kommen vor.

Vielmehr sind ausschließlich diverse Menschen in unterschiedlichen Situationen zu sehen, die augenscheinlich jeweils ein aktuelles Firefox Smartphone in der Hand halten und damit die unterschiedlichsten Dinge erleben.

Damit zeigt der Spot Firefox OS ganz allgemein (und leider nicht sehr aussagekräftig) als ein Betriebssystem, das sich an einen selbst und an die unterschiedlichsten Situationen im eigenen Alltagsleben anpasst. Damit klar werden soll, dass sich das System aus Sicht des Anbieters auch wirklich für jeden eignet, kommen die unterschiedlichsten Situtationen und Typen vor: Frauen, Männer, Geschäftsleute, private Feiern, Shopping etc. sind in Szene gesetzt.

Vielleicht gibt es ja in Kürze eine ausführlichere Darstellung der Handy- oder OS-Funktionen auch in Bewegtbildern zu sehen. Denn die bisherigen Vorab-Videos hatten da deutlich mehr zu bieten.

Eine der ersten FF-Demos auf einem Smartphone – von Juli 2012

„Wie alles begann“: Abgefilmte Nutzung eines Firefox Handys, inklusive Rufnummernwahl, Firefox Browser und vielem mehr. Mäßige Videoqualität, aber ein echter Meilenstein für die neue Firefox Handy bzw. Smartphone Generation

Was ist Firefox OS eigentlich?

Firefox OS Screenshot

Firefox OS 1.0, Quelle: Mozilla

Firefox OS ist ein quelloffenes Betriebssystem der gemeinnützigen Mozilla-Stiftung, das auf HTML5 sowie anderen Webstandards basiert. Entwickler können Apps in HTML5 schreiben und im Firefox-Marketplace veröffentlichen.

Benutzer können Apps bei Firefox OS ähnlich wie beim Surfen im Web nutzen. Einige Apps – etwa Telefonie, SMS, Adressbuch, Facebook, Twitter, YouTube oder Wikipedia – sind auf den einzelnen Geräten bereits vorinstalliert.

Mozillas Firefox Web-Browser wird derzeit von mehreren hundert Millionen Menschen verwendet. Mit der Entwicklung des Browsers beendete Mozilla damals die Vormachtstellung des Microsoft Internet Explorers.

Auch das von entwickelte Betriebssystem „Firefox OS“ hat das Potenzial, den Zugang zum mobilen Internet und somit den Smartphone-Markt zu revolutionieren. Vieles spricht dafür, dass die Mozilla-Revolution ein zweites Mal gelingen wird.

Firefox OS basiert auf der der Mozilla-Rendering-Engine „Gecko“ und einem Linux-Kernel. Das Betriebssystem sollte daher zunächst „Boot2gecko“ heißen.

Funktionsweise kurz erklärt

Die Besonderheiten des Betriessystems sind schnell erklärt, ohne dass man allzu sehr in die Tiefe der Technik gehen muss. Im Wesentlichen läuft auf einem Firefox Handy nur ein Browser. Über diesen steuert man dann auf diverse Inhalte zu, seien es Webseiten im Internet oder die Telefonfunktion der eigenen Hardware. Das unterscheidet das System grundlegend von anderen Handy-Systemen, bei denen viele Hardware-Funktionen direkt angesteuert werden, während Browser dort im Grunde nur für reine Web-Inhalte gedacht sind.

Die Idee dahinter ist keineswegs neu, vielmehr haben sich auch andere Unternehmen mit ähnlichen Vorhaben beschäftigt. Doch scheiterten diese Versuche oft an Details, etwa langsamer Anzeigen oder Problemen mit der Hardwaresteuerung.

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